Masters of Dance - Tanzshow
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Masters of Dance – Alles über die neue TV-Tanzshow

In der neuen ProSieben Tanzsendung „Masters of Dance“ suchen Choreografin Nikeata Thompson, der Youtuber Julien Bam, Flying Steps-Chef Vartan Bassil und Tanztrainer Dirk Heidemann vor laufender Kamera die besten Tänzer des Landes.
Nach dem Vorbild von „The Voice“ treten Tänzer verschiedener Tanzstile gegeneinander an – mit dem Ziel, einen der vier sogenannten Dance Master zu überzeugen und Teil deren „Crew“ zu werden. Dem Gewinner winken 50.000€ Siegerprämie.

Moderation

Moderiert wird die Show von Rebecca Mir – bekannt aus Germany’s Next Topmodel und Let’s Dance. Mit ihrem damaligen Tanzpartner Massimo Sinato ist die 26-Jähringe mittlerweile verheiratet. Der Co-Moderator, Thore Schölermann, ist auch bei „The Voice“ zu sehen. Gemeinsam moderieren die beiden die ProSieben-Sendung „taff“.

Die Jury

Nikeata Thompson ist Choreografin, Tänzerin und auch als Catwalk-Coach, z.B. bei Germany’s Next Topmodel zu sehen. Sie saß zwei Staffeln in der Jury von „Got to Dance“ – eine mittlerweile abgesetzte Tanzshow.

Julien Bam ist mit fast fünf Millionen YouTube-Abonnenten ein Influencer in der Online-Tanzszene. Mit der 2018 gegründeten „Bamschool“ hat er auch seine eigene Tanzschule eröffnet.

Vartan Bassil gründete 1993 eine der erfolgreichsten Urban-Dance-Crews der Welt – die Flying Steps. Mit ihren Shows „Flying Bach“ und „Flying Illusion“ sind die vierfachen Breakdance-Weltmeister um die Welt gereist. Zudem gründete er 2007 die „Flying Steps Academy“ in Berlin-Kreuzberg, die als größte urbane Tanzschule Deutschlands gilt.

Dirk Heidemann ist Tanzsporttrainer und Choreograf. In den USA betreibt er eine Tanzschule und ist Trainer internationaler Weltmeisterpaare.

So viel zu den Fakten…

Diskussion

Ob die neue Tanzshow nun jetzt gut oder schlecht ist, ob sie der deutschen Tanzszene hilft oder nicht, daran scheiden sich die Geister. Auf der einen Seite ist es natürlich toll, Tanz zur deutschen Primetime im TV deutschlandweit auszustrahlen. Das zeigt, dass Tanz Unterhaltungswert für die breite Masse bietet und kein Nischenthema ist. Eine TV-Show wie „Masters of Dance“ verstärkt zudem auch das Interesse an Tanz der Zuschauer und rückt so die deutsche Tanzszene mehr in den Mittelpunkt der Gesellschaft.

Auf der anderen Seite wird Tanz in solchen Shows sehr kommerzialisiert, um eben der breiten Masse zu gefallen. Durch die Wahl der Jury wird zudem der Fokus stark auf HipHop und Streetdance gelegt. Dabei ist Tanz natürlich deutlich vielfältiger: Jazztanz, Ballett, Salsa, Cheerdance, Orientalischer Tanz (Bauchtanz) und viele mehr. Fraglich ist, inwieweit ein Breakdance-Weltmeister eine Darbietung für traditionellen indischen Tanz beurteilen könnte. Mit Dirk Heidemann sitzt ein Profi für Paartanz in der Jury. Jedoch lässt die Tanzwelt bereits verlauten, dass die Paartanzstile, z.B. Standard- und Latein, durch den „Dieter Bohlen des Tanzes“ nicht würdig repräsentiert werden. Die Show könnte daher eher am Image der Szene kratzen. Die wirklichen Stars des Tanzes sind meist nur innerhalb der Szene bekannt und keine TV-Stars.

Insgesamt lässt sich sagen, dass in der Sendung wirklich tolle Tänzer zu sehen sind, die leider jedoch zu Gunsten der Jury etwas in den Hintergrund rücken. Die Kameraführung ist optimierungsfähig. Jedoch werden die Tänzer in der neuen Tanzshow wirklich als Künstler geschätzt und nicht – wie oftmals in der RTL-Show „Das Supertalent“ – belächelt. Wir finden es unterstützenswert, Tanz in einem solch seriösen und schätzenswerten Umfeld des deutschen Fernsehens zu zeigen. Deshalb sind wir gespannt auf die nächsten Folgen von „Masters of Dance“.

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