Verletzungen - Wie Tänzer damit umgehen können
Gesundheit

Verletzungen – Wie Tänzer damit umgehen können

Die meisten Tänzer, unabhängig davon ob professionell oder hobbymäßig, sind schon ein oder mehrere Male betroffen gewesen. Von Verletzungen ist hier die Rede. Sie sind lästig und geschehen immer zum falschen Zeitpunkt. Wie man mit einer solchen Situation umgehen sollte und diese sogar als Chance sehen kann, erfährst du in folgendem Artikel.

Grundsätzlich gilt:

…die Gesundheit geht vor. Da man nur einen Körper hat, sollte man gut auf ihn achten und ihn pflegen. Deshalb ist es auch wichtig, seinen Körper zu kennen und ihn nicht über die Grenzen zu strapazieren. Natürlich kann man mal mit Schmerzen tanzen, allerdings sollte das ausschließlich der Fall sein, wenn man sich wirklich sicher ist, dass diese Schmerzen nur kleine Lappalien und nicht ernsthafte Verletzungen sind. Tanzt man nämlich mit einer ernsthaften Verletzung, tut man seinem Körper nichts Gutes, da man somit den Heilungsprozess verlängert. Demnach sind Schmerzen immer ernst zu nehmen, was nochmal verständlicher wird, wenn man darüber nachdenkt, was sie eigentlich sind.

Was sind Schmerzen?

Eigentlich sind Schmerzen lediglich biochemische Signale, die von der betroffenen Stelle an das Gehirn weitergeleitet werden. Dort angekommen, nimmt der Mensch dieses Signal nun als Schmerz wahr. Also entstehen Schmerzen nur im Kopf? Jetzt kommt das große Aber: Dieses Warnsignal ist dazu da, dem Menschen etwas mitzuteilen und zwar, dass mit der schmerzenden Stelle etwas nicht stimmt. Es versucht die Person darauf aufmerksam zu machen, damit sie etwas gegen das Problem unternehmen kann.

Was tun, wenn man eine ernsthafte Verletzung hat?

Zu allererst sollte man einen Arzt konsultieren. Danach kann man die Ratschläge des Arztes befolgen. Ansonsten ist Ruhe das A und O bei Verletzungen. Das heißt Füße hochlegen und entspannen. Da in den meisten Tanzstilen die Beine und Füße am häufigsten betroffen sind, kann es vorkommen, dass man alltägliche Handlungen eventuell nur noch eingeschränkt ausführen kann, wenn man z.B. auf Krücken angewiesen ist. Das ist zwar lästig, aber notwendig. Die betroffene Stelle kann sich nur erholen, wenn sie entlastet wird. Das ist besonders für Tänzer eine harte Zeit, da der Tanz für sie nicht nur eine körperliche sondern auch eine emotionale Bedeutung hat. Zu früh wieder mit dem Tanzen, was man so sehr vermisst, anzufangen, wäre ein großer Fehler. Dann hat man nämlich unter Umständen die Regeneration der vorherigen Pause nichtig gemacht und muss im Endeffekt danach noch länger pausieren. Gönne deinem Körper also die Zeit und Ruhe, die er benötigt, um wieder einsatzfähig zu werden.

Fit bleiben trotz Verletzung

Eines ist klar: Einen gewissen Anteil deiner vorherigen Leistung wirst du, während du deine Verletzung kurierst, verlieren. Dennoch gibt es oft Möglichkeiten, sich außerhalb vom Tanzen fit zu halten. In vielen Fällen ist z.B. vorsichtiges Schwimmen eine gute Option, da man hierbei den ganzen Körper trainiert, ihn aber aufgrund der geringeren Schwerkraft nicht zu stark belastet. Auch Fahrrad fahren kann bei der Erhaltung der allgemeinen Fitness hilfreich sein. Bestimmte Yoga- und Pilatesübungen sind dafür geeignet, die Kraft der Körpermitte zu erhalten und zu stärken. Welches Alternativprogramm möglich und sinnvoll ist, ist jedoch abhängig von der Art der Verletzung. Bevor du also auf ein anderes Training ausweichst, solltest du dies vorher mit deinem Arzt abstimmen, um weitere Schäden zu vermeiden.

Verletzungen als Chance

Egal um welchen Tanzstil und um welche Leistungsstufe es sich handelt, wenn der Tanz wegfällt, entsteht zunächst ein großes Loch. Das ist eine schmerzhafte Erfahrung für die leidenschaftliche und künstlerische Seele des Tänzers. Die Frage ist nun, womit man dieses Loch füllen soll. Jeder wird der Meinung sein, dass nichts an die eine große Leidenschaft Tanz herankommt. Doch dem ist gar nicht zwingend so. Selbst professionelle Tänzer nutzen diese Zeit gerne, um anderen Leidenschaften nachzugehen und auf andere Weise ihre Kreativität auszuleben. So machen manche gerne Musik, malen oder kochen. Andere lernen eine neue Sprache oder belegen wirtschaftswissenschaftliche Kurse. Die Möglichkeiten sind grenzenlos und auch du wirst mit Sicherheit einen angenehmen Zeitvertreib finden, der dich vielleicht sogar auf die ein oder andere Weise überrascht.

Des Weiteren können Tänzer in anderer Hinsicht eine Chance in ihrer Verletzungsphase sehen. Man entkommt ihnen leider nicht, den schlechten Angewohnheiten. Oft vertiefen sich inkorrekte Bewegungsabläufe im eigenen Körper, sodass man diese Angewohnheiten nur sehr schlecht wieder los wird. Die gezwungene Ruhepause kann man also auch als Reset seiner Festplatte im Gehirn und im sogenannten muscle memory sehen. Darf man dann endlich wieder zurück ins Training, kann man sich gezielt auf diesen Bereich fokussieren und sich somit die korrekte Bewegungsausführung aneignen.

Fazit

Ist man von einer Verletzung betroffen, droht man in ein tiefes Loch zu fallen. Doch eine Verletzungsphase ist auch für Tänzer nicht aussichtslos und lässt sich mit alternativem Training und dem Entdecken neuer Leidenschaften bewältigen.

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