Tanzen: Historie und Entwicklung von der Antike bis Heute
Wissenswertes

Tanzen: Historie und Entwicklung von der Antike bis Heute

Tanzen ist eine der natürlichsten Bewegungsarten der Menschen. Selbst Tiere nutzen rhythmische Bewegungen. Sie versuchen damit beispielsweise eine Partnerin zu umgarnen oder kommunizieren auf diese Weise. Oder sie bringen ihre überschwängliche Freude zum Ausdruck.

Tanzen in der Antike

Seinen wahren Ursprung hat das Tanzen sehr wahrscheinlich lange vor 5000 v. Chr. Jedoch fand man in Indien Höhlenmalereien aus dieser Zeit, die Tänzer in einem Reihentanz darstellen.
Die alten Ägypter ehrten mit einem rituellen Tanz den Gott Osiris. Dieser Tanz wurde vor allem bei Beerdigungen von professionellen Tänzern aufgeführt.
Im antiken Griechenland wurde die Bühne zum Schauplatz für Tänze. Im Rahmen der Dramen und Komödien präsentierten die Tänzer ihre einstudierten Tänze. Ein Beispiel hierfür ist Homers Ilias. Dieses Zeitalter war darüber hinaus auch der Ausgangspunkt ekstatischer Tänze, diese wurden bei Festspielen zu Ehren des Gottes Dionysos aufgeführt.

Tanz im Mittelalter und der Renaissance

Im Mittelalter tanzten vor allem Bauern und niedrige Gesellschaftsschichten bei Dorffesten oder Hochzeiten. Die Bewegungen waren meist einfach und schnell zu erlernen, sodass alle sofort mittanzen konnten.

Später in der Renaissance durchlebte das Tanzen eine Aufwertung und gliederte sich zu einem festen Bestandteil des höfischen Lebens ein. Was zuvor größtenteils nur von der ländlichen Bevölkerung praktiziert wurde, war im 15. Jahrhundert nicht mehr von den Feierlichkeiten des Adels wegzudenken. Die einfachen Schrittfolgen entwickelten sich zu anspruchsvollen Choreographien, die die adlige Bevölkerung bereits im Jugendalter erlernen musste.

Tanzen ab dem Jahr 1800

Das Ballett erreichte im 19. Jahrhunderts seinen Höhepunkt, auch im wörtlichen Sinne. Die Tänzerinnen begannen auf Spitze zu tanzen. Es entstanden die Werke Giselle (1841) von Libretto von Théophile Gautier sowie Pjotr Iljitsch Tschaikowskis Schwanensee (1877), Dornröschen (1890) und Der Nussknacker (1892). Tänzer zu sein wurde ein richtiger Beruf und die Primaballerina war das Äquivalent zur Primadonna der Oper.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich eine Gegenströmung: der Ausdruckstanz. Ausdruckstänzer suchten den Weg weg von statischen und vorgeschriebenen Bewegungsabläufen. Sie wollten durch natürliche Körperbewegungen mit sich selbst und ihrer Seele in Einklang gelangen.

Und wie entwickelten sich die Tanzstile weiter?

Die Entwicklung von Tanz ist umfangreich. Es gibt unzählige Arten und Kategorien, denn jeder Tanzstil hat sich mit den Jahren verändert. Grundsätzlich kann man behaupten, dass es drei große Tanzarten gibt mit einer Vielzahl an Variationen. Diese drei sind die Folklore, der Gesellschaftstanz sowie der Schau- und Bühnentanz.

Wie schon beschrieben entwickelten sich aus den Volkstänzen die Gesellschaftstänze und später die Schau- und Bühnentänze. Keine dieser großen Arten ist ausgestorben, sie haben jedoch alle eine Vielzahl an Weiterentwicklungen. Die Tanzstile sind reicher geworden durch neue Variationen. Heutzutage bekannte Volkstänze sind zum Beispiel der Irish Dance oder auch der Hawaiische Hula. Zu den bekanntesten Gesellschaftstänzen zählen Walzer, Tango, Quickstepp und Slowfox. Bühnen- und Schautänze dienen der Unterhaltung des Publikums und dazu zählen Ballett, aber auch Cheerleading oder erotische Tänze.

Abschließend kannst du dir hier noch eine getanzte Entwicklung der modernen Gesellschaftstänze des 20. Jahrhunderts ansehen:

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