Mit Tanzen Geld verdienen: 5 Dinge, die Tänzer über Steuern & Co. wissen sollten
Wissenswertes

Mit Tanzen Geld verdienen: Was Tänzer über Steuern & Co. wissen sollten

Um professionell mit Tanzen Geld zu verdienen, brauchst du vieles: Talent, Engagement, eine solide Tanzausbildung und Vielseitigkeit. Zudem ist auch ein Plan B notwendig, für dein Leben nach dem Tanzen.

Sei also realistisch. Ob Ballett, HipHop, Lateintanz oder als Bauchtänzerin – nur wenige Tänzer können dauerhaft allein von Auftritten und Shows leben. Die meisten Berufstänzer geben regelmäßig Tanzkurse und Workshops oder haben eine eigene Tanzschule.

Berufstänzer wird man nicht, weil man gut verdienen will. Man tanzt aus Leidenschaft und Liebe zur Tanzkunst.

Als Nebenjob und lukratives Hobby ist Tanz jedoch deutlich besser geeignet und kann sich so auch finanziell auszahlen.

Was muss man beachten, wenn man mit Tanzen Geld verdienen will?

Deutschland ist ein sehr bürokratisches Land mit vielen Gesetzen und Regeln. Das macht es für Menschen, die sich selbstständig machen wollen, nicht unbedingt einfacher. Du bist Tänzer oder Tänzerin und möchtest nun gerne dein Hobby zum Beruf machen oder zumindest zum Nebenjob? Das ist klasse! Damit du nicht ins kalte Wasser springen musst, haben wir hier die wichtigsten Infos für dich zusammengefasst.

1. Selbständige Tätigkeit als Tänzer und Tanzlehrer beim Finanzamt anmelden

Tänzer ist ein freier Beruf und fällt damit unter die Einkunftsart „Einnahmen aus selbstständiger Tätigkeit“. Hier musst du also kein Gewerbe beim Gewerbeamt anmelden. Jedoch musst du eine Meldung an dein zuständiges Finanzamt machen. Das Finanzamt schickt dir dann einen steuerlichen Erfassungsbogen zu. Ausfüllen und zurückschicken. Danach wird dir eine Steuernummer für deine selbstständige Tätigkeit erteilt. Diese musst du in Zukunft bei deiner Steuererklärung angeben. Und zwar für alle Einnahmen und Ausgaben, die deine tänzerische Tätigkeit betreffen.

Wichtig: Als Selbstständiger bist du dazu verpflichtet, eine jährliche Steuererklärung abzugeben. Falls du bisher nur als Angestellter tätig warst, hattest du diese Pflicht bisher nicht. In Anlage S deiner Einkommensteuererklärung werden deine Einnahmen und Ausgaben an das Finanzamt mitgeteilt.

2. Rechnungen schreiben: Was muss man als Tänzer bei der Rechnungsstellung beachten?

Du hast deine erste Buchung bekommen? Toll! Nun musst du eine ordentliche Rechnung schreiben. Hier erfährst du genau, welche Angaben laut Gesetz auf jeden auf deine Rechnung müssen. Mit Tanzen Geld zu verdienen ist klasse, aber sei dir deiner Pflichten bewusst.

3. Umsatzsteuer: Wann muss man als Tänzer Mehrwertsteuer abführen?

Mehrwertsteuerpflichtig ist man ab einem jährlichen Umsatz von EUR 17.500. Vorher hat man ein Wahlrecht zur Umsatzsteuer. Man kann auch als sogenannter Kleinunternehmer agieren. Falls du mehrwertsteuerpflichtig bist oder dich dafür entscheidest, musst du auf deine Rechnungsbeträge 19% Mehrwertsteuer aufschlagen. Diese Steuer wird dann 1:1 ans Finanzamt abgeführt. Du musst also eine jährliche Umsatzsteuererklärung abgeben. Zudem ist es üblich, dass du monatliche Umsatzsteuervoranmeldung erstellen musst. Weitere Infos erhältst du hier.

4. Muss man als Tänzer Gewerbesteuer zahlen?

Tänzer sind Freiberufler und keine Gewerbetreibende. Deshalb muss man als Tänzer grundsätzlich auch keine Gewerbesteuer abführen. Solltest du jedoch z.B. eine Tanzschule eröffnen, ist die Tanzschule ein Gewerbe. In diesem musst du sämtliche Gewinne (nicht Umsätze) über 25.000EUR auch mit der Gewerbesteuer versteuern.

5. Einnahmen aus Tanzshows richtig versteuern: Was müssen Tänzer bzgl. Einkommensteuer beachten?

Mit Tanzen Geld zu verdienen ist toll. Oft vergisst man aber, dass Einnahme nicht gleich Gehalt ist. Der Betrag, der dein Kunde dir überweist, muss versteuert werden. Bist du mehrwertsteuerpflichtig, müssen die 19% Umsatzsteuer an das Finanzamt abgeführt werden. Außerdem musst du deinen Einnahmenüberschuss (Einnahmen minus Kosten) im Rahmen deiner Einkommensteuer am Jahresende versteuern. Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollten bei jeder Einnahme Steuerrücklagen gebildet werden.

Du hast noch weitere Tipps für potenzielle Tanzkollegen? Dann teile sie mit uns in den Kommentaren 🙂

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