Tänzerin Nina Teza - Bauchtanz Accessoires, die jede Tänzerin kennen sollte
Orientalischer Tanz

Bauchtanz Accessoires, die jede Tänzerin kennen sollte

Im Orientalischen Tanz oder auch Bauchtanz kommen vielfältige Accessoires zum Einsatz. In allen drei Hauptsparten des Orientalischen Tanzes (Folklore, Raqs Sharki und Contemporary bzw. Fantasy), sind Schleieraccessoires und andere Requisiten fester Bestandteil des Tanzes.

Orientalische Folklore: Saidi Tanzstock, Melaya, Shamadan und Zimbeln

Saidi Stocktanz

Saidi ist ein südägyptischer Folklore Tanz, der ursprünglich nicht von Frauen sondern nur von Männern getanzt wurde. Meist wird der Saidi mit einem Stock getanzt. Die Männer nutzen hierfür einen massiven Holzstock. Mit der Zeit übernahmen aber auch die Frauen den Stocktanz als Bühnentanz in ihr Repertoire. Mit leichteren, oft glitzernden, Stöcken interpretieren die orientalischen Tänzerinnen den Saidi kokett und verspielt.

Zimbeln

Zimbeln haben in der orientalischen Folklore eine lange Tradition. Die kleinen Metallbecken werden mit Gummibändern an den Fingern befestigt und im Rhythmus zur Musik oder auch ganz ohne Musik von der Tänzerin geschlagen. Mittlerweile sieht man Fingern-Zimbeln aber immer weniger.

Melaya

Melaya Leff ist ein koketter, weiblicher Tanz aus Ägypten, der in den 1920er in Kairo entstand. Das gleichnamige Requisit, die Melaya, ist ein großes, meist schwarzes, Tuch, das mit großen schimmernden Pailletten verziert ist. Ursprünglich war dieses Tuch eine Art Ausgeh-Schleier der ägyptischen Frauen. Beim Tanzen drapiert und wirft die Tänzerin die Malaya gekonnt.

Melaya Leff - Julia Farid

Shamadan

Raqs Al Shamadan, der Tanz mit dem Kerzenleuchter, entstammt ebenfalls der ägyptischen Folklore. Der Tanz wurde insbesondere als Highlight auf Hochzeiten aufgeführt. Die Tänzerin führte die Hochzeitsgesellschaft mit dem leuchtenden Kerzenleuchter in den Festsaal. Der metallene Shamadan ist meist gold- oder silberfarben. Mit Hilfe des integrierten Helms wird der Tanzleuchter auf dem Kopf der Bauchtänzerin befestigt. Traditionell werden echte Kerzen verwendet. Mittlerweile gibt es moderne Interpretationen des Shamadans. Anstatt echter Kerzen verwenden moderne Tänzerinnen funkelnde Figuren, z.B. eine Aladdin Wunderlampe.

Raqs Sharki: Klassicher Orientalischer Tanz mit und ohne Schleier

Der klassiche orientalische Tanz, auch Raks oder Raqs Sharki, kommt meist komplett ohne Accessoires aus. Aber falls beim Raqs Sharki ein Requisit zum Einsatz kommt, dann der Schleier – meist aus Seide. Häufig eröffnet die Tänzerin ihre Show mit einem Schleier-Intro, lässt ihn beim Tanzen fallen und tanzt ohne Accessoire weiter.

Bei Schleiern unterscheidet man insbesondere nach Form bzw. Größe und Material – die Farbe ist ganz dem eigenen Geschmack überlassen. Üblich sind rechteckige Seidenschleier (114 x 250cm oder 114 x 270cm). Alternativ gibt es auch halbrunde Schleier aus Seide. Aber es werden auch Chiffonschleier verwendet, obwohl diese weniger schön fliegen. Daher werden sie meist vor allem von Anfängerinnen eingesetzt.

Orientalischer Showtanz: Isis Wings, Voi Poi, Schleierfächer und Säbel

Insbesondere im letzten Jahrhundert hat sich der orientalische Tanz weiterentwickelt und viele neue Stilrichtungen sind entstanden. Diese neue Ausrichtung klassifiziert man oft auch als Oriental Fantasy oder Oriental Contemporary. Die Kombination aus klassischem orientalischem Tanz mit modernen Showelementen, – accessoires und Tanzstilen wie Ballett und Jazz Dance hat den Bauchtanz noch vielfältiger gemacht. Der orientalische Showtanz ist deutlich freier in der Gestaltung und Musikwahl als die Folklore- oder die klassisch orientalischen Tänze.

Mystischer Säbeltanz

Der Tanz mit dem Säbel – häufig auch fälschlicherweise Schwert genannt – ist ebenfalls ein sogenannter Fantasy Tanz aus der Kategorie Tribal. Getanzt wird mit einem speziell für den Tanz gefertigten Säbel. Dieser ist Silber oder Altgold, ausbalanciert und oft mit speziellen Einkerbungen in der Säbelunterseite. So kann die Tänzerin den Säbel auf dem Kopf oder der Hüfte balancieren.

Isis Wings – Tanz der Göttin Isis

Isis Wings, oder auch Isis-Flügel, sind Riesenschleier aus Lamé oder Seide. 360° Stoff werden mit einem integrierten Halsband am Hals der Tänzerin befestigt und die Enden mit Stöcken mit beiden Händen gehalten. Es gibt geschlossene und offene Isis-Flügel. Geschlossen bedeutet, dass der Stoff aus einem großen Stück besteht. Bei geöffneten Isis Wings bestehen die Flügel aus zwei gleich großen Teilen. Durch den Schlitz bei den geöffneten Wings hat die Tänzerin mehr Spielraum und kann andere Bewegungen tanzen.

Single und Double Voi Poi

Der Voi Poi ist ein Seidenschleier befestigt an einem Poi. Ein Poi ist ein kleines Säckchen, das an einer langen Schnurr hängt. Die Schnurr hat am anderen Ende zwei Laschen, die mit Mittel- und Zeigefinger gehalten werden. Die Schnurr soll für den Zuschauer nicht sichtbar sein und verleiht somit den Eindruck, dass der Schleier in der Luft schwebt. Die Tänzerin bewegt den Schleier durch geübte Handgelenkbewegungen. Tanzen kann man dieses Accessoire mit einem oder auch zwei Voi Poi, wobei der sogenannte Double Voi Poi deutlich schwieriger zu tanzen ist und somit die Steigerung zum einfachen Voi darstellt.

Tanz mit Voi Poi

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Orientalischer Tanz mit Schleierfächer

Schleierfächer oder auch Fächerschleier erfreuen sich großer Beliebtheit. Dieses Tanz-Accessoire besteht aus einem länglichen Seidenschleier sowie einem Holzfächer. Meistens kommt das Fächerpaar komplett zum Einsatz, also einen Schleierfächer für die linke und einen für die rechte Hand. Es gibt verschiedene Schleierlängen sowie Fächerbreiten. Die Standardgröße sind 30cm Fächerdurchmesser und 180cm Schleierlänge. Für Kinder und Anfänger empfiehlt sich eine kürzere Länge. Die erfahrenen Profis setzen aber eher die Überlängen oder Riesenfächer ein.

Schleierfächer Choreo

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