Improvisation im Tanz - So überwindest du deine Angst
Wissenswertes

Improvisation im Tanz – So überwindest du deine Angst

Ob es um eine Audition, eine Aufführung oder nur den wöchentlichen Unterricht geht: Die Improvisation gehört zu so gut wie allen Tanzstilen in irgendeiner Art und Weise dazu. Für viele ist sie gleichbedeutend mit Unwohlsein, Unsicherheit und Angst. Im Folgenden diskutieren wir das Thema, indem wir aufschlüsseln, woher die Angst kommt, worum es bei der Improvisation im Tanz geht und wie du deine Angst überwindest.

Improvisation in verschiedenen Tanzstilen

Viele Tanzstile sind erst durch die Improvisation ins Leben gerufen worden und sind noch heute durch sie gekennzeichnet. Dazu zählen unter anderem Modern Dance, Street Dance oder HipHop. Doch auch für andere Tanzrichtungen ist es von großer Bedeutung, Improvisation zu beherrschen. So sind zwar Tänze aus dem Ballett, dem Cheerleading oder den klassischen Turniertänzen für üblich choreographiert, aber was ist nun, wenn man plötzlich einen Blackout hat? Ganz nach dem Motto „The show must go on“, ist es in jedem Fall besser, überhaupt irgendetwas zu machen, anstatt wie eine versteinerte Säule vor dem Publikum zu stehen. Dies gilt übrigens sowohl für Solotänze, als auch für Gruppentänze.

Solo oder Tanzgruppe? Alles hat Vor- und Nachteile

Zugegebenermaßen, gestaltet sich Improvisation als Solotänzer einfacher als in einer Gruppe, da man nicht an die Bewegung seiner Kollegen gebunden ist und niemand merken würde, dass man nicht die Choreographie tanzt. Jedoch kann man natürlich auch sagen, dass das Publikum bei Gruppentänzen mehr auf das große Ganze achtet und demnach der ein oder andere Fehltritt des Einzelnen nicht so auffällt, als wenn man der einzige Punkt der Aufmerksamkeit ist.

Kein Grund zur Angst

Aber woher genau rührt denn diese unangenehme Angst? Diese Angst kann viele Ursachen haben, doch eine der häufigsten ist, dass man sich selbst nicht vertraut. Wenn man also nun improvisieren muss, ob vorhergesehen oder unvorhergesehen, bekommt man Angst weil man unsicher ist. Es könnte ja nicht gut aussehen und den Zuschauenden nicht gefallen. Diese Gedanken blockieren die Bewegung und machen es nur sehr schwer eine faszinierende Darbietung auf die Beine zu stellen. Warum also bist du unsicher? Du kannst doch tanzen. Sowohl du als auch dein Körper kennen doch tausende Schritte und Schrittkombinationen. Eine Improvisation muss nicht aussehen wie eine raffiniert ausgeklügelte Choreographie, es geht hierbei vor allem um das Gefühl. Dass man sich von der Musik leiten lässt und die Emotionen, die man persönlich bei der Musik empfindet, in seinem ganz eigenen Bewegungsfluss und -stil zu veranschaulichen.

Improvisation als Chance

Durch Improvisation kann man zeigen, welchen Stil man tanzt, sich in seiner eigenen Komfortzone bewegen oder mal vollständig aus ihr heraustreten und mal etwas ganz Neues auszuprobieren. Der Improvisation sind also keine Grenzen in der Ausführung gesetzt. Das wiederum bedeutet, dass du dabei nichts falsch machen kannst. Das ist das Schöne daran: Es gibt kein Richtig und kein Falsch. Es gibt nur die Interpretation der Musik des Einen und die des Anderen.

Überwindung der Angst

Denke immer daran: Es ist keineswegs erforderlich, dass du der beste Tänzer der Welt bist und jede Drehung perfekt landest. Solange du deine Leidenschaft zeigst, ist das interessant genug, dir dabei voller Bewunderung zuzusehen. Auch wenn es erstmal wie ein Widerspruch in sich klingt: Improvisieren kann man lernen. Wie bei allen Dingen, hilft einfach nur üben, üben, üben. Am Anfang wirst du dich vielleicht dabei ertappen, dass du überwiegend die gleichen Tanzbewegungen benutzt. Aber Übung macht den Meister und je mehr du dich traust, desto abwechslungsreicher wird dein improvisierter Tanz. Du wirst dich zunehmend wohler damit fühlen, ohne Choreographie dein Können und deine Passion zu zeigen.

Der abschließende Tipp

Zum Abschluss noch ein letzter Tipp, der dir dabei hilft, deine Angst zu überwinden. Erinnere dich daran, dass du über die gesamte Kontrolle verfügst. Du entscheidest in diesem Moment, wie du dich bewegst und hast es jederzeit in der Hand, die Richtung deiner Darbietung zu ändern.

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