Maitanz

Maitanz ist der Begriff für ein kultisches Fest, bei dem um den Maibaum getanzt wird. Heutzutage dient der Volkstanz vor allem als Entertainment. Maitanz ist ein zeremonieller Volkstanz. Ein hoher Pfahl bildet das Zentrum des Tanzes. Dabei ist der Phil oder Maibaum  mit Grün oder Blumen geschmückt und oft mit Bändern aufgehängt. Diese werden von den Tänzern zu komplexen Mustern geflochten. Solche Tänze sind Überbleibsel alter Tänze, um einen lebenden Baum herum. Sie waren Teil der Frühlingsrituale zur Sicherung der Fruchtbarkeit.

Maitänze weltweit

Maitänze werden normalerweise am 1. Mai getanzt. Aber sie kommen auch im Hochsommer in Skandinavien und bei anderen Festen an anderen Orten vor. Maitänze sind in ganz Europa weit verbreitet, wie beispielsweise die “Sellenger’s Round” in England, der baile del cordón in Spanien. Ähnliche Bändertänze wurden im prä-kolumbianischen Lateinamerika aufgeführt und später in rituelle Tänze hispanischen Ursprungs integriert. Maibäume können auch in anderen rituellen Tänzen vorkommen, wie in der baskischen ezpata dantza, dem Schwerttanz.

Die Schritte

In seiner einfachsten Form stehen die Tänzerinnen und Tänzer in einem Kreis um den Maibaum herum. Im Takt der Musik gehen sie vier Schritte auf den Maibaum zu, vier Schritte zurück und zählen bis acht im Kreis. Wenn sie sich dem Maibaum nähern, können sie die Arme heben. Beim Zurückweichen senken sie die Arme wieder. Die nächste Stufe der Komplexität besteht darin, dass die Tänzer Bänder an der Spitze des Maibaums befestigen. Die meisten Maibäume haben eine statische (nicht rotierende) Krone, so dass die Bänder auf den Maibaum geflochten werden, während die Tänzer um den Maibaum kreisen. Dies wird als geschlossenes Geflecht bezeichnet.

Kleidung

Ursprünglich mussten die Kinder ihre besten Kleider tragen. Heutzutage ist jedoch alles möglich. Es gibt Tudor-Bauern, viktorianische Gentlemen & Ladies, mittelalterliche Kostüme, Sportkleidung und einfache Variationen der Schuluniform. Manche tragen auch einfach Schärpen, um die Tänzer von den Zuschauern zu unterscheiden.